Wintergedanken

IMG00007-20100102-1241

Das Leben in der Natur hat sich verlangsamt. Vielleicht auch für uns selbst eine Chance, um uns zu verlangsamen, ja – innezuhalten.

Ich nehme mir bewusst Zeit, das zu Ende gehende Jahr ein wenig „Revue passieren zu lassen“, die eigene Entwicklung, das eigene Sosein – in Ehrlichkeit vor mir selbst.

Die längste Nacht, der kürzeste Tag rücken näher und damit auch das Thema Dunkelheit, innere Ängste, innere „Dämonen“: Anteile von uns, die wir am liebsten in den Keller verbannen würden und den Schlüssel wegwerfen wollten.  „Innere Dämonen“ stehen für mich für das Thema „Nicht-zu-sich-selber-stehen“. Wir bewerten „gut“ und „böse“. „Gut“ hätten wir gerne „böse“ lehnen wir ab. Das Ende vom Lied ist ein Wettrennen, ein Kampf „gegen“ das „Böse“ = das, was wir an uns selbst nicht schätzen, nicht haben wollen, ablehnen. Und es endet in einer Erfahrung, die viel Kraft nimmt:  Ein Klient sagte es neulich so: „Ich fühle mich nicht angenommen.“

Der Gegenpol dazu wäre, das „Zu-sich-Stehen“ und in dem Moment, wo ich ohne Wenn und Aber zu mir stehe, so wie ich bin, passiert etwas Erstaunliches: Ich fühle mich angenommen. Denn zuerst muss ich mich selbst annehmen, ohne jedes Wenn und Aber, genauso wie ich bin, dann erst kann ich wahrnehmen, wie sehr ich von Umgebung angenommen und geliebt bin.

Vielleicht ist die Weihnachtszeit genau die richtige Zeit, um innezuhalten und … sich selbst ohne Wenn und Aber annehmen, dann öffnet sich ein klarer weiter Weg, den wir getrost im Neuen Jahr mit uns selbst gehen können