Man behält seine Sorgen für sich …

 

… und kämpft weiter.

Fühlen Sie von diesen Gedanken angesprochen? Alternativ hätte ich noch anzubieten: Man fällt anderen nicht zur Last – wie es in mir drin aussieht geht keinen was an – niemand außer mir hat diese Probleme – ich bin einfach nicht richtig/ nicht gut genug/ nicht stark genug /nicht intelligent genug / nicht gesund genug …

Ich denke mir immer, wer eine Erziehung genossen hat, in der vorwiegend auf die Fehler hingewiesen wurde, ist regelrecht darauf abgerichtet, das zu sehen, was „falsch“ ist. Erinnern Sie sich Ihre Klassenarbeiten? Es wurde schön rot angestrichen, was falsch war! Gut, das haben wir alle hinter uns, wie soll es weitergehen? Doch sicher nicht so – oder sind Sie damit glücklich?

Für mich war und ist Tag für Tag ein Schritt aus diesen alten Mustern raus: Alles das, was in mir hochkommt erst einmal liebevoll zu umarmen. Es zu akzeptieren. Es in seiner Not zu sehen und es zu trösten. Zuerst einmal nur das. Das sieht dann häufig so aus: „Ja, meine Liebe, ich weiß, du hast jetzt Angst XYZ zu treffen – Ja, meine Liebe, ich weiß, du tust dich damit schwer, XYZ zu tun. Alles ist gut! Es ist wirklich gut. Du musst das jetzt nicht tun. Laß uns eine Weile gemeinsam auf dem Sofa sitzen. Nichtstun IST eine Lösung.“

Wenn ich mir wirklich diesen Raum gebe, ganz ehrlich, ganz liebevoll, dann geschieht IMMER dasselbe: der ganze Spuk verschwindet und es wird große kreative Kraft frei. Ich habe tausend Ideen, finde es ganz hervorragend XYZ zu treffen, oder XYZ zu tun und berste förmlich vor Energie.

Und es geschieht ein Zweites: ich begegne anderen Menschen ehrlich. Ich behalte meine Sorgen nicht mehr für mich. Ich höre auch auf zu kämpfen. Ich kann mich ehrlich in meinen Sorgen, in meinen Fragen, in meinen Nichtwissen anderen Menschen zeigen. Es geht ganz leicht.

Und dann geschieht ein Drittes. Der andere Mensch öffnet sich auch und es geschieht wundervolle, lebendige Begegnung.

Probieren Sie es :-).

mit Leidenschaft

Großen Künstlern sagt man nach, dass sie leidenschaftlich waren und leidenschaftlich ihre Kunst lebten. Und dann schaue ich mich um : Menschen im Alltag. Wie nehme ich dort Leidenschaft wahr? Einige Menschen nehme ich als leidenschaftlich wahr. Das sind Menschen, die strahlen Lebensfreude aus. Wo sie sind, macht sich ein Lachen breit, auch in schwierigen Situationen. Da ist wenig von Leiden und viel von übersprühender Freude.
Aber ist das „Leiden“schaft?  mit Leidenschaft weiterlesen

Zeit für Selbstvertrauen